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Flohbefall bei Katzen: Übertragungswege und wirksame Gegenmaßnahmen - KATZENSPIELZEUG SELBER MACHEN
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Kategorie(n): Gastartikel

Flohbefall bei Katzen: Übertragungswege und wirksame Gegenmaßnahmen

Flöhe werden nicht nur zu einer lästigen Plage, sondern stellen auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Gesundheit einer Katze dar. Daher ist bei ersten Anzeichen schnelles Handeln gefragt. Im Folgenden erfährst Du, wie Du einen Flohbefall bei Deiner Katze sicher erkennst und erfolgreich bekämpfen kannst.

Flohbefall bei Katzen

Flohbefall bei Katzen

Mögliche Übertragungswege von Flöhen auf Katzen

Flöhe besitzen ein hohes Sprungvermögen und damit die Fähigkeit, sich problemlos von einem Wirt zum nächsten zu bewegen. Dadurch kann sich Deine Katze Flöhe in nahezu jeder Lebenssituation einfangen – vor allem, wenn sie eine Freigängerin ist. Ein Befall mit diesen blutsaugenden Insekten ist keinesfalls ein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern ein weit verbreitetes Problem, mit dem statistisch gesehen jede fünfte Katze unangenehme Bekanntschaft macht. Bereits der kurze Kontakt mit einem infizierten Artgenossen oder dessen Schlafstätte reicht als Übertragungsweg aus. Allerdings ist auch eine Katze, die nie die eigene Wohnung verlässt, nicht vor einem Flohbefall geschützt, denn selbst Menschen können zum Überträger werden.

Wie erkenne ich einen Flohbefall?

Erwachsene Flöhe saugen das Blut ihrer Wirte, wovon sie einen großen Teil unverdaut wieder ausscheiden. Das erste deutliche Anzeichen für einen Flohbefall ist daher deren Kot. Dieser ist in Form winziger schwarzer Krümel erkennbar. Wenn Du schwarze Krümel im Fell oder Schlafplatz Deiner Katze bemerkst, kannst Du einen einfachen Test durchführen, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Flohkot handelt. Lege einen Krümel auf ein Stück leicht angefeuchtetes Toilettenpapier. Wenn sich der Krümel unter leichter Reibung auflöst und rötlich verfärbt, kannst Du sicher sein, dass Deine Katze Flöhe hat. Im Artikel von Purina ONE findest Du weitere wichtige Tipps zum Thema Flohbefall. Wenn Du Dir also sicher bist, solltest Du so schnell wie möglich handeln, denn Flöhe vermehren sich rasant. Ein Weibchen legt pro Tag bis zu dreißig Eier, aus denen sich äußerst widerstandsfähige und langlebige Larven entwickeln. Flöhe können sich dadurch im ganzen Haushalt verbreiten und für Tier und Mensch zu einer erheblichen Plage werden. Viele Katzen reagieren zudem auf den Speichel der Flöhe mit allergischen Reaktionen, die schwere Hautentzündungen auslösen können. Bei jungen Katzen führt ein starker Befall oft zu einer Anämie oder zu Gewichtsverlust.

Die wichtigsten Maßnahmen bei einem akuten Flohbefall

Der erste wichtige Schritt in der wirksamen Bekämpfung eines Flohbefalls ist der Besuch beim Tierarzt. Dieser wird Dir speziell für Katzen entwickelte Präparate mit Insektiziden verschreiben, die die Flöhe, deren Eier und Larven zuverlässig abtöten. Flohhalsbänder, Puder, Shampoos und Ampullen mit Spot-on-Lösungen, die direkt auf das Fell aufgetragen werden, sind die Mittel der Wahl gegen Flohbefall. Zusätzlich stehen auch spezielle Insektizid-Sprays zur Verfügung, mit denen Du alle Stellen, an denen sich Deine Katze gerne aufhält, behandeln kannst – vor allem den Kratzbaum, die Futterstellen und alle Rückzugsecken. Ein verantwortungsvoller Tierarzt wird zudem vorsorglich eine Wurmkur verabreichen, da Flöhe dem Gurkenkern-Bandwurm als Zwischenwirt dienen.

Neben der tierärztlichen Behandlung spielt auch die Reinigung der Wohnung eine zentrale Rolle, um eine Ausbreitung der Parasiten zu verhindern. Da die verpuppten Larven in warmen Räumen auf Möbelstücken und Textilien mehrere Monate überleben können, kann es vorkommen, dass sich Katzen in der eigenen Wohnung immer wieder neu infizieren. Eine umfassende Reinigung im 3-Wochen-Rhythmus aller Oberflächen sowie das gründliche Absaugen aller Sitzmöbel, Kissen und Teppiche kann dies verhindern. Nach der Reinigung solltest Du den Staubsaugerbeutel umgehend entsorgen. Es empfiehlt sich, Betten und Schlafkissen Deiner Katze bei hohen Temperaturen in der Maschine zu waschen und idealerweise im Wäschetrockner zu trocknen. Nicht waschbare Spielsachen kannst Du in Plastikbeutel einpacken und für etwa zwei Tage ins Gefrierfach legen, um Flöhe und Eier abzutöten.

Einem Flohbefall vorbeugen

Eine Übertragung von Flöhen auf Deine Katze kannst Du kaum verhindern, wenn sich diese oft im Freien aufhält oder Kontakt zu Artgenossen hält. Allerdings bieten ganzjährig angewandte Spot-on-Mittel vom Tierarzt einen gewissen Schutz vor einem Flohbefall, Flohhalsbänder sollten bei Freigänger-Katzen aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden. Eine frühzeitige Erkennung durch eine regelmäßige sorgfältige Fellpflege ist ebenfalls eine wichtige Maßnahme, um zu verhindern, dass sich Flöhe im Fell Deiner Katze und in weiterer Folge in der ganzen Wohnung ausbreiten. Durch häufiges Kämmen und Bürsten lässt sich ein Flohbefall bereits im Anfangsstadium feststellen und Du kannst rechtzeitig handeln, bevor es zu einer Vermehrung und in weiterer Folge einer Plage kommt. Achte auch darauf, die Lieblingsplätze, Schlafstellen und Decken regelmäßig zu waschen und abzusaugen, um es den lästigen Parasiten grundsätzlich zu erschweren, sich in der direkten Umgebung Deiner Katze anzusiedeln und auszubreiten.

Über den Autor

Isabell Reicheneder ist Expertin für Katzenthemen bei Purina ONE. Sie teilt Ihr Wissen gerne mit anderen Katzenliebhabern.

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